Verantwortung statt Stillstand: GRÜNE legen als einzige Kraft drei tragfähige Mehrheiten vor

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Kreismitgliederversammlung bestätigt den Verhandlungskorridor mit CDU, SPD, Volt und FDP · Das angekündigte Viererbündnis hat keine eigene Mehrheit · GRÜNE benennen Risiko vor Mehrheiten mit Stimmen der AfD und verzichten bewusst auf einen eigenen Gegenblock

Die Darmstädter GRÜNEN haben auf ihrer Kreismitgliederversammlung am 16.06.2026 einstimmig [mit 88 von 88 Stimmen] den Kurs des Kreisvorstands und der Sondierungsgruppe bestätigt. Die Partei legt drei Koalitionsoptionen vor, die jede für sich über eine eigene, stabile Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung verfügen. Damit machen die Grünen in der festgefahrenen Lage ein Angebot, das bislang einzigartig ist: einen klaren, tragfähigen Weg zu einer handlungsfähigen Mehrheit für Darmstadt.

Das zuletzt diskutierte Bündnis aus SPD, CDU, Uffbasse und FDP käme dagegen nur auf 30 der 71 Sitze – sechs weniger als die 36, die für eine Mehrheit nötig sind. Woher diese Stimmen dauerhaft kommen sollen, bleibt offen: Die Linke scheidet als Partner aus, weil CDU und SPD eine Zusammenarbeit mit ihr ausschließt. Ein solches Bündnis müsste sich seine Mehrheiten von Fall zu Fall zusammensuchen – eine unsichere Grundlage für fünf Jahre Verantwortung.

„Darmstadt braucht eine Mehrheit, die trägt – und wir legen gleich drei vor. Wer mit 30 von 71 Stimmen regieren will, muss den Menschen ehrlich sagen, woher die fehlenden sechs Stimmen kommen sollen. Wir geben darauf eine klare Antwort. Andere bleiben sie schuldig“, sagte Heiko Depner, Sprecher der Darmstädter GRÜNEN.

Die GRÜNEN bekräftigen ihr Angebot für Koalitionen mit Volt und FDP – entweder mit SPD oder mit CDU – zur Verfügung zu stehen. Beide Varianten wurden zwar seitens SPD und CDU abgesagt, die GRÜNEN bekräftigen, dass ihr Angebot weiterhin steht.

Weiterhin bringen die GRÜNEN eine Zusammenarbeit von SPD, CDU und Volt ins Spiel. „Ein Neuanfang unter neuen Bedingungen“, so Parteisprecherin Hildegard Förster-Heldmann. 

Bewusst verzichtet BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN darauf, ihrerseits einen Gegenblock zu schmieden. Gemeinsam mit Volt und der Fraktion Die Linke kämen sie auf 31 Sitze – eine Stimme mehr als das Viererbündnis, aber ebenfalls ohne eigene Mehrheit. Zwei konkurrierende Minderheitsblöcke würden die Stadt blockieren und das Risiko erhöhen, dass am Ende ausgerechnet Stimmen der AfD den Ausschlag geben. Diesen Weg schließen die GRÜNEN aus.

„Starke Politik zeigt sich darin, wie man Verantwortung trägt. Wir hätten einen weiteren Block bilden können, tun dies jedoch bewusst nicht, da die AfD nicht als Mehrheitsbeschafferin für die Darmstädter Politik fungieren darf“, so Förster-Heldmann.

Inhaltlich benennen die GRÜNEN klare Prioritäten für die kommende Wahlperiode: Praktischer Klimaschutz gegen Hitze und steigende Kosten, verlässliche und bezahlbare Kinderbetreuung, die Sanierung von Kitas und Schulen, Tempo beim bezahlbaren Wohnen und eine Mobilität, die den Alltag erleichtert. Es gehe nicht um Posten, sondern um Mehrheiten, die der Stadt nützen. Ihr Angebot an SPD, CDU, Volt und FDP bleibe bestehen; zu Gesprächen mit allen demokratischen Fraktionen seien die GRÜNEN bereit.

Der Leitantrag ist hier zufinden: https://gruene-darmstadt.de/darmstadt-braucht-verlaessliche-politik-und-handlungsfaehigkeit/

Die Einbringungsrede für den Leitantrag von Parteisprecher Heiko Depner ist hier nachzulesen: https://gruene-darmstadt.de/einbringungsrede-des-leitantrages-verantwortung-statt-stillstand-gruene-legen-als-einzige-kraft-drei-tragfaehige-mehrheiten-vor-von-parteisprecher-heiko-depner/