Breite Zustimmung für Antrag zur Kinder- und Jugendbeteiligung beim Wachstumsplan 2035
Die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen sollen verbindlich in die Erarbeitung des Wachstumsplans 2035 von Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg einfließen. Einen entsprechenden Antrag haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gemeinsam mit Volt in den Sozialausschuss eingebracht und damit große breite politische Unterstützung erzielt. Aufgrund des Zeitdrucks im Stadtparlament wurde der Antrag direkt zur Umsetzung in die Verwaltung gegeben.
„Beim Wachstumsplan 2035 reden wir über Wohnen, Mobilität, Bildung, Klimaschutz, Freiräume und soziale Infrastruktur – und damit ganz konkret über die Zukunft der heutigen Kinder und Jugendlichen. Gerade ihre Perspektive war im bisherigen Beteiligungsprozess aber nicht als eigener Baustein vorgesehen. Das wollen wir ändern“, erklärt Eva Bredow-Cordier, Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
Der Wachstumsplan soll gemeinsam von Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg erarbeitet und bis Ende 2027 fertiggestellt werden. Zum Start des Prozesses hatten Oberbürgermeister Hanno Benz und Landrat Klaus Peter Schellhaas betont, die Zukunft der Region könne nur gemeinsam entwickelt werden, und „alle Menschen“ eingeladen, ihre Perspektiven und Ideen einzubringen.
„Diesen Anspruch nehmen wir ernst. Wenn wir alle Menschen einladen, ihre Perspektiven einzubringen, dann müssen Kinder und Jugendliche selbstverständlich dazugehören. Ausgerechnet diejenigen, die mit unseren heutigen Entscheidungen am längsten leben werden, dürfen bei einem Zukunftsplan bis 2035 nicht vergessen werden“, so Bredow-Cordier.
Der Antrag sieht deshalb vor, Kinder und Jugendliche als eigenständigen Bestandteil des Beteiligungsprozesses zu verankern. Dafür sollen bestehende Strukturen wie Kinder- und Jugendbeirat und Jugendplenum ebenso genutzt werden wie Schulen, Jugendverbände und Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit. Wichtig ist zudem, dass die Ergebnisse dokumentiert und bei Leitbild und Maßnahmenprogramm des Wachstumsplans berücksichtigt werden.
Dabei gehe es nicht nur darum, jungen Menschen zuzuhören, betont Bredow-Cordier: „Beteiligung muss ernst gemeint sein. Wer Kinder und Jugendliche nach ihren Ideen fragt, muss anschließend transparent machen, was daraus geworden ist. So entsteht nicht nur ein besserer Wachstumsplan. Junge Menschen erfahren auch ganz konkret, dass ihre Stimme zählt und dass sie ihre Stadt und ihre Region mitgestalten können.“
Die GRÜNEN begrüßen deshalb die breite Zustimmung nach der Beratung im Ausschuss. „Der Wachstumsplan 2035 ist in besonderer Weise ein Plan für die Zukunft der jungen Generation. Deshalb ist es nur konsequent, Kinder und Jugendliche an seiner Entstehung zu beteiligen. Wir freuen uns, dass dieser Gedanke über Fraktionsgrenzen hinweg Unterstützung gefunden hat“, so Bredow-Cordier abschließend.
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