Anlässlich des bevorstehenden internationalen Frauentages laden die Darmstädter GRÜNEN am 25. Februar zu einer digitalen Podiumsdiskussion über das aktuelle krisengeprägte Jahrzehnt aus feministischer Perspektive. Mit dabei: Spitzenkandidatin Hildegard Förster-Heldmann, MdL, Frauendezernentin Barbara Akdeniz und die junge Fallmanagerin im Gesundheitswesen Alu-Sultan Kalayci.
Moderation und inhaltliche Ausgestaltung: Malena Todt (Listenplatz 5 ) und der GRÜNE Parteiarbeitskreis Frauen.
„Die Corona-Krise hat Frauen ganz besonders getroffen. Wenn Kitas und Schulen geschlossen bleiben, übernehmen Frauen zuhause fast selbstverständlich die zusätzlich anfallenden Sorge-, Pflege- und Bildungsaufgaben. Corona hat auch gezeigt, dass systemrelevante Berufe und insbesondere die Pflege weiblich sind. Rund 75 % der Beschäftigten in diesen Bereichen sind Frauen – und sie werden beklatscht für schlechte Arbeitsbedingungen und noch schlechtere Bezahlung. Umso wichtiger ist es, dass wir darüber sprechen, was die Krise mit uns selbst, aber auch mit dem Frauenbild in der Gesellschaft macht – auch angesichts der drohenden Retraditionalisierung“, so Todt.
„Ins Jahr 2020 sind wir GRÜNE mit der Motivation gestartet, ein Jahrzehnt des sozial-ökologischen Aufbruchs zu starten und die Fragen der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung von Frauen mit noch mehr Vehemenz nach vorne zu bringen – dann kam Corona. Unser Wahlprogramm macht aber klar: Wir GRÜNE bekämpfen die Krise und gestalten jetzt schon die Zeit danach. Wir wollen ein Förderprogramm für Start-up-Gründerinnen initiieren und Selbstbestimmung in jedem Alter durch gezielte Angebote fördern. Und wir werden ein Zeichen setzen für die bessere Bezahlung von Menschen in Care-Berufen“, erklärt Förster-Heldmann.
„Wir müssen aber auch immer wieder deutlich machen, dass sexualisierte, physische und psychische Gewalt insbesondere im häuslichen Bereich für viele Frauen leider immer noch Alltag ist. In der Corona-Zeit hat sich gezeigt: In Darmstadt besteht bereits ein sehr gutes Netzwerk gegen häusliche Gewalt. Präventive Maßnahmen wurden in den vergangenen Jahren erweitert und stehen auf einem sicheren finanziellen Fundament. Trotzdem braucht es eine Evaluation und den weiteren Ausbau der bisherigen Angebote anhand der Istanbul-Konvention. In diesem Zusammenhang wollen wir unter anderem die Kapazität des Frauenhauses auf mindestens 16 Familienzimmer und barrierefreie Zugänglichkeit ausbauen.“, teilt Akdeniz mit.
Donnerstag, 25. Februar, 19 Uhr, obenrum frei – Frauen in und nach der Krise
Online-Podiumsdiskussion mit Barbara Akdeniz (Darmstädter Frauendezernentin), Hildegard Förster-Heldmann, MdL (Parteisprecherin KV Darmstadt) und Gästen, Moderation: Malena Todt (Sprecherin AK Frauen, GRÜNE Darmstadt)
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