Hortangebote und Ausbau Ganztagsschulen – ein sozialraumorientierter Prozess

Auch die Magistratsvorlage, mit der wir das Hortangebot in Darmstadt sozialraumorientiert an die Ganztagsentwicklung an den Grundschulen anpassen (Magistratsvorlage), stärkt die Stadt als Bildungs- und Familienstandort. Mit dem Pakt für den Ganztag wird es für immer mehr Kinder verbindliche Schul- und Betreuungszeiten bis 14.30 Uhr geben, erweiterbar bis 17 Uhr.

Damit rücken Schulen als Lebensorte in den Fokus, die Bildung, Erziehung, Spiel, Spaß und sozialen Zusammenhalt fördern – begleitet von Pädagoginnen, Pädagogen und Sozialarbeiter*innen. Fakt ist: Wir richten uns nach dem, was Eltern benötigen und was die Gesetzeslage vorsieht. Immer mehr Eltern wünschen sich Schulbetreuung vor Ort, weil sie Gemeinschaft stärkt, bekannte Orte bietet und kurze Wege ermöglicht. Für andere Familien ist der Hort das richtige Betreuungsangebot. Deshalb gilt auch künftig: In Horten, in denen die Nachfrage nach Betreuungsplätzen deutlich zurückgeht und der Antragsprozess zur Umwandlung/Schließung bereits bei der Fachaufsicht initiiert ist, werden nur noch einjährige Hortverträge abgeschlossen. Für alle anderen Horte bleibt es bei der bisherigen Vertragsregelung mit Verträgen bis einschließlich zur 4. Klasse.

Wir tragen damit den Sorgen Rechnung, die sich gegen generelle Einjahresverträge gewandt haben. Zugleich machen wir deutlich, dass die Stadt aus Gründen des Fachkräftemangels keine Horte über viele Jahre mit nur wenigen Anmeldungen aufrechterhalten kann.

Klar ist jedoch: Die Übergangszeit ist stets herausfordernd. Wir setzen uns dafür ein, dass Eltern eine Weitervermittlungsgarantie erhalten und nicht im Stich gelassen werden. Der Prozess bleibt sozialraumorientiert, muss gut abgestimmt werden und alle Veränderungen dürfen nicht die pädagogische Qualität beeinträchtigen.

Uns geht es in erster Linie um das individuelle Kind und um Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die beste Altersvorsorge für Frauen ist bezahlte Erwerbsarbeit – dafür braucht es verlässliche Kinderbetreuung.

Evas Rede findet Ihr hier:

Mit der Magistratsvorlage, die wir heute beraten, sichern wir die Nachmittagsbetreuung in der Zukunft.

Fakt ist: Wir richten uns nach dem, was Eltern benötigen und was die Gesetzeslage vorsieht.

Ab dem 1. August 2026 wird der bundesweite Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung von Grundschulkindern endlich schrittweise eingeführt. Zunächst erhalten alle Kinder der ersten Klassenstufe Anspruch auf ganztägige Förderung, gefolgt von einer schrittweisen Ausweitung auf weitere Klassenstufen.

Es dauert also noch bis die Ganztagsschule für alle Grundschulkinder Realität wird.

Aber wir sind auf dem richtigen Weg. Und schon heute ist Vieles Realität: Immer mehr Eltern wünschen sich Schulbetreuung vor Ort, weil sie Gemeinschaft stärkt, bekannte Orte bietet und kurze Wege ermöglicht.

Derzeit gibt es 4700 Plätze für Grundschulkinder – davon 1100 in Horten und 3600 Plätzen im Pakt für den Ganztag.

Mit dem Pakt für den Ganztag wird es für immer mehr Kinder verbindliche Schul- und Betreuungszeiten bis 14.30 Uhr geben, erweiterbar bis 17 Uhr.

Damit rücken Schulen als Lebensorte in den Fokus, die Bildung, Erziehung, Spiel, Spaß und sozialen Zusammenhalt fördern – begleitet von Pädagoginnen, Pädagogen und Sozialarbeiter*innen.

Die Übergangszeit ist stets herausfordernd. Uns geht es in erster Linie um das individuelle Kind und um Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die beste Altersvorsorge für Frauen ist bezahlte Erwerbsarbeit – dafür braucht es verlässliche Kinderbetreuung.

Auf Ihren Tischen liegt ein Ergänzungsantrag von Grünen, CDU und Volt: Wir erweitern damit den Punkt 4 der Magistratsvorlage:

In Horten, in denen die Nachfrage nach Betreuungsplätzen deutlich zurückgeht und der Antragsprozess zur Umwandlung/Schließung bereits bei der Fachaufsicht initiiert ist, werden nur noch einjährige Hortverträge abgeschlossen. Für alle anderen Horte bleibt es bei der bisherigen Vertragsregelung mit Verträgen bis einschließlich zur 4. Klasse.

Wir tragen damit den Sorgen Rechnung, die sich gegen generelle Einjahresverträge gewandt haben. Zugleich machen wir deutlich, dass die Stadt aus Gründen des Fachkräftemangels keine Horte über viele Jahre mit nur wenigen Anmeldungen aufrechterhalten kann.

Klar ist jedoch: Wir setzen uns dafür ein, dass Eltern eine Weitervermittlungsgarantie erhalten und nicht im Stich gelassen werden.

Die Situation in Arheilgen hat gezeigt, dass Verwaltung und Politik flexibel auf die Belange der Familien reagieren kann  – auch kurzfristig Korrekturen vornehmen und einen Hort offenlassen, wenn er angefragt wird.

Gleichzeitig ist mir eine zentrale Forderung wichtig: gleiche Qualitätsstandards. Unser Ziel ist eine einheitliche Bildungs- und Betreuungsqualität, unabhängig vom Ort der Betreuung und der Trägerschaft.

Wesentliche Leitplanken unserer Vorlage:

– Abbau von Wartelisten und Ausbau des 40-Stunden-Modells, damit der Rechtsanspruch zeitnah erfüllt wird.

– Strategische Steuerung der Hort- und Pakt-Plätze je Sozialraum, inkl. Datenabgleich, Planungshoheit und transparentem Entscheidungsverfahren.

– Verbindliche Qualitäts- und Personalstandards, Tarifbindung sowie Schutz der Arbeitsbedingungen aller Mitarbeitenden.

– Planerische Schritte zur Umwandlung oder Schließung weniger nachfragestarker Hortstandorte zugunsten U3-/Ü3-Angeboten, wo sinnvoll, bedarfsorientiert und unter Beachtung der Qualitätsanforderungen.

– Fortlaufende Evaluation und regelmäßige Information des Jugendhilfeausschusses, des Magistrats und der Stadtverordneten.

Sie sehen: Wir setzen auf eine abgestimmte Datenlage je Sozialraum und eine transparente Entscheidungsstruktur, damit Qualität dauerhaft hoch bleibt.

Der Prozess bleibt sozialraumorientiert: Veränderungen dürfen die pädagogische Qualität nicht beeinträchtigen; Lehr- und Lernziele sollen gestützt werden. Und wir halten an den Fachkräften fest – für unsere Schulen oder in unseren Kitas.

Dieses Vorgehen stärkt Darmstadt als Bildungs- und Familienstandort:

bessere Lernbedingungen, verlässliche Betreuung und faire Arbeitsbedingungen für Mitarbeitende – mit klarem Fokus auf die Belange unserer Kinder.

Vielen Dank.

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