„Die Verabschiedung des Klimaschutzplans in der Stadtverordnetenversammlung ist von großer Bedeutung, denn wir stellen uns damit der Zukunft der kommenden Generationen. Bei allen sich aktuell überlagernden Krisen bleiben die Krise des globalen Klimas und der Biodiversität die bestimmenden. Seit unserem Beschluss vor drei Jahren, Darmstadt bis 2035 klimaneutral zu machen und dafür dem Klimaschutz höchste Priorität einzuräumen, wurde darauf intensiv hingearbeitet. Wir danken allen Beteiligten aus Magistrat und Verwaltung sowie dem Klimaschutzbeirat für ihre kompetente und engagierte Arbeit“, so die GRÜNEN Fraktionsvorsitzenden Malena Todt und Andreas Ewald.
„Mit dem Klimaschutzplan bekennt sich die Stadt Darmstadt zu ihrer globalen Verantwortung. Dabei geht es uns immer auch um das Thema Gerechtigkeit. Der Magistrat und die Verwaltung haben es sich nicht leicht gemacht. Sie haben nicht allein auf den eigenen Handlungsbereich geschaut, der 2 % der Gesamtemissionen ausmacht, sondern es wurde ein gemeinschaftlicher Ansatz gewählt. Das ist richtig, denn Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu der alle beitragen müssen. Nicht zuletzt auch Land und Bund, ohne deren Unterstützung Kommunen diese Mammutaufgaben nicht stemmen können.“
Der vorliegende Klimaschutzplan 2035 der Wissenschaftsstadt Darmstadt geht deutlich weiter als das Klimaschutzkonzept der beauftragten Agentur. Die Erarbeitung erfolgte in 25 Sitzungen gemeinsam mit dem breit aufgestellten Klimaschutzbeirat. Über 60 Vertreter*innen aus Politik, Stadtwirtschaft, Verwaltung, Forschung, Verbänden/Vereinen und Wirtschaft sowie viele Akteur*innen von Nichtregierungsorganisationen (NGO) wie der Initiative KlimaEntscheid, Klimanotstand und Scientists for Future waren beteiligt.
„Es wurde mit hoher fachlicher Kompetenz diskutiert und Bemerkungen und Einwände wurden immer wieder abgefragt und eingearbeitet. Entstanden ist ein Dokument von mehr als 300 Seiten. Ein umfassender Handlungsrahmen, der mit 50 konkreten Maßnahmen hinterlegt ist. Vieles davon wurde parallel dazu bereits auf den Weg gebracht, darauf baut der Klimaschutzplan auf und geht gleichzeitig noch viel weiter“, so Roland Desch, Fraktionsvorsitzender der CDU. „Die Aufgaben und Ziele sind ambitioniert, unser Pfund ist, dass wir eine starke Stadtwirtschaft an unserer Seite haben, die uns bei großen Themen wie der Mobilitäts- und Wärmewende unterstützt.“
„Die von einigen Oppositionsmitgliedern während der Stadtverordnetenversammlung geäußerten Kritikpunkte wurden vom GRÜNEN-Umweltpolitiker Stefan Seyfried fachlich widerlegt, indem er mit entsprechenden Textstellen aus dem Klimaschutzplan konterte. Sachlicher kann eine Antwort nicht sein“, ergänzen Todt und Ewald.
„Der Klimaschutzplan enthält eine Vielzahl konstruktiver Maßnahmen, um unsere Stadt bis 2035 treibhausgasneutral zu machen. Die gesteckten Ziele sind ambitioniert, aber sie sind glaubhaft und konkret“, so auch Frederik Jobst von Volt.
„Wir wollen alle mitnehmen. Deshalb tut die Kommune mehr, als sie tun muss. Klimaschutz braucht Vorbilder. Mit der Umsetzung des Klimaschutzplans wird Darmstadt zum Vorbild.“
„Der Klimaschutzplan ist auch sozialpolitisch von großer Bedeutung. Denn Stadt und Stadtwirtschaft springen in die Bresche, um einer Entwicklung entgegenzuwirken, die sie gar nicht selbst verursacht haben. Sie ergreifen Maßnahmen, die zur Minderung der Mietkosten beitragen. Der Magistrat legt Förderprogramme auf, damit auch Menschen mitmachen können, die weniger Geld haben. Die Ziele sind so austariert, dass die Stadt handlungsfähig bleibt und auch die sozialen Fragen weiterbearbeiten kann. Das ist sozialer Klimaschutz“, so Todt und Ewald.
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