Gemeinsamer Antrag verbindet schnelle Verbesserung mit Neustart der Planungen für den Eberstädter Ortskern
An der Straßenbahnhaltestelle „Wartehalle“ soll sich endlich etwas bewegen. Die Stadtverordnetenversammlung entscheidet am Donnerstag, 17. September, über einen gemeinsamen Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Volt, CDU, SPD, Uffbasse und FDP. Ziel ist es, auf der stadtauswärts gelegenen Westseite kurzfristig einen barrierefreien Ein- und Ausstieg zu ermöglichen. Gleichzeitig sollen die Planungen für eine dauerhafte Umgestaltung der Haltestelle und ihres Umfelds wieder aufgenommen werden.
„Das Thema wurde in unserem GRÜNEN Ortsverband angestoßen. Besonders freut mich, dass wir uns in Eberstadt mit CDU und SPD an einen Tisch gesetzt und den Vorschlag gemeinsam weiterentwickelt haben. Mit Volt, FDP und Uffbasse trägt ihn nun ein breites Bündnis. Für uns ist genau das gute Sachpolitik: Wir müssen nicht in jeder Frage einer Meinung sein. Aber wenn es eine gute Lösung für Eberstadt gibt, sollten Parteigrenzen nicht im Weg stehen. Solche Brücken brauchen wir auch bei anderen Themen“, erklärt Martin Duyster, Sprecher der Eberstädter GRÜNEN.
Bislang ist der Ein- und Ausstieg auf der Westseite der Haltestelle insbesondere für Menschen mit Rollstuhl oder Rollator sowie für Eltern mit Kinderwagen erheblich erschwert oder teilweise nicht möglich. Als kurzfristige Lösung soll der Magistrat gemeinsam mit der HEAG Mobilo ein Provisorium prüfen und umsetzen. Vorgesehen ist ein modulares Stecksystem, wie es bereits an der Haltestelle Böllenfalltor eingesetzt wurde. Zugleich soll geprüft werden, mit welchen verkehrsregelnden Maßnahmen die Sicherheit im Haltestellenbereich verbessert werden kann.
Der barrierefreie Ausbau des ÖPNV ist seit Jahren gesetzlicher Auftrag. Bereits 2019 wurde die Wartehalle ausdrücklich als eine der Straßenbahnhaltestellen benannt, die barrierefrei ausgebaut werden sollen. Auf der stadtauswärts gelegenen Seite besteht dieser Handlungsbedarf bis heute.
„Die Wartehalle ist ein wichtiger Knotenpunkt für Eberstadt. Dass ein barrierefreier Ein- und Ausstieg nicht auf beiden Seiten möglich ist, ist nicht mehr zeitgemäß. Deshalb wollen wir jetzt eine schnelle Verbesserung erreichen. Das Provisorium kann aber nur der erste Schritt sein. Unser Ziel bleibt eine dauerhafte Lösung, die Barrierefreiheit mit einer Aufwertung der Wartehalle und des Eberstädter Ortskerns verbindet“, erklärt die GRÜNE Stadtverordnete Claudia Stricker.
Deshalb soll der Magistrat auch die bereits beschlossenen Planungen zur Sanierung und Weiterentwicklung des Eberstädter Ortskerns wieder aufnehmen. Die Haltestelle soll dauerhaft barrierefrei ausgebaut und ihr Umfeld begrünt und aufgewertet werden. Dabei sollen auch die Ergebnisse des Stadtteilforums Eberstadt aus dem Jahr 2018 einfließen.