Möglichkeitsräume schaffen, das ist eines der Ziele von Monika Müller, Spitzenkandidatin der Grünen für die Wahl der Interessenvertretung älterer Menschen in Darmstadt am 23. September. Sie setzt mit Gabriele Beckers und Anke Schwenk auf den Listenplätzen 2+3 auf einen Neuanfang des Gremiums und hofft auf viele Chancen, das Leben, die Lebensumstände und die Möglichkeiten der Älteren in unserer Stadt weiterzuentwickeln.
Ohne die sozialen Problemlagen – Altersarmut, Einsamkeit, Essen in Pflegeeinrichtungen, Gewalt in der Pflege, u.v.a. – zu vergessen, ist es Grüner Sozialpolitik ein wichtiges Anliegen, sich um die Potenziale von Älteren zu kümmern. Da passt das Ansinnen, das Altsein und Altwerden nicht nur negativ zu sehen, so Monika Müller beim Treffen des Arbeitskreises Soziales am 22. Juni.
Darmstadt hat, dank starker Grüner Sozialdezernent*innen und jahrelanger Kontinuität, jede Menge sozialraumorientierte Angebote geschaffen. Jede Menge Angebote in Quartieren, die Menschen miteinander in einen guten Austausch bringen und die es Menschen ermöglichen, lange alleine und dennoch integriert wohnen und leben zu können. Auch mit und für Initiativen und Vereine. Erzählcafés, Babbelbänke, gemeinsame Backstuben, die sind da ganz nach dem Geschmack der Köchin Monika Müller.
Sie sagt, sie war schnell bereit, sich für die IV Interessenvertretung zu engagieren: „Das Thema Ältere ist so vielfältig und so sinnvoll, da bringe ich mich gerne wieder ein.“ Und ergänzt schmunzelnd: „Das liegt mir wohl – ich war schon als Azubi in den siebziger Jahren Jugendvertreterin beim Ausbildungsbetrieb Röhm.“
2015 wurde die erste Interessenvertretung Älterer Menschen in Darmstadt gewählt – per Briefwahl waren allen Ü60-jährigen aufgerufen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Wahlperiode verlängert. Die nächste Wahl für 5 Jahre steht jetzt am 23. September an.
Das Gremium will eine Brücke bauen zwischen den Senior*innen Darmstadts und der Stadt. Neben 19 gewählten Mitgliedern gibt es 7 Delegierte, die Gruppen älterer Menschen vertreten (u.a. Migrant*innen, Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, dementiell Erkrankter usw.).
Die Aufgaben des Gremiums sind: Stärkung des Rechts auf Selbstbestimmung, Wahrung und Verbesserung der Lebensqualität, Vertretung gegenüben den städtischen Gremien, Beratung und Unterstützung sowie Ansprechpersonen und Motivator*innen zur aktiven Mitarbeit in allen Lebensbereichen für ältere Menschen zu sein.
Grundlage für die Grünen Spitzenkandidatinnen ist das Grüne Programm. Unter dem Titel: Selbstbestimmt älter werden, sind die Themen Wohnen und Mobilität im Alter, Altenhilfe und Pflegebedarfsplanung im Fokus sowie das Schlüsselprojekt: Vorsicht – Rücksicht – Nachsicht, das den Dialog zwischen den Generationen und Bevölkerungsgruppen anstoßen will.
Ein prima Schnittstellenthema von Sozial-AK und den Grünen Alten, das gemeinsam bearbeitet werden soll. Angedacht ist auch bereits eine gemeinsame Veranstaltung zu den Themen Einsamkeit und Ehrenamt. Womit wir wieder den Doppelblick in beide Richtungen werfen: Auf die Probleme und die Potenziale.
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