Am 25. März 1945 endete die NS-Herrschaft in Darmstadt. Die Stadt wurde kampflos den US-Truppen der umgeben und war um 16 Uhr befreit. Von den einst 115.000 Einwohner*innen waren nach den Bombennächten und harten Kriegsjahren noch rund 50.000 geblieben.
Die amerikanischen Soldaten fanden eine zerstörte Stadt vor, die sich erst mühsam aus den Trümmern erheben musste. Unter großen personellen und materiellen Schwierigkeiten begann der Wiederaufbau. Der neue Oberbürgermeister Ludwig Metzger, ein Rechtsanwalt und überzeugter Demokrat, stand vor enormen Herausforderungen: Die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und das Räumen von rund 3 Millionen Kubikmetern Trümmerschutt aus den Straßen mussten organisiert werden.
Mit der Befreiung begann auch der Neuanfang: Demokratische Strukturen wurden wiederaufgebaut und erste Brücken zwischen Darmstädter*innen und den Besatzungssoldaten wurden geschlagen – etwa durch die Schulkindspeisung oder das neu entstehende Kulturleben.
Dieser Tag ist für uns mehr als ein Blick in die Vergangenheit, denn er mahnt uns, Demokratie und Freiheit zu schützen – gegen Hass, Krieg und autoritäre Strukturen. Gerade in einer Zeit, in der rechte Strömungen wieder lauter werden, ist unsere Verantwortung klar: Nie wieder!
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