Miteinander Wachsen: #OHA

Historie – Der Osthang

Im Jahr 2011 stellt der GRÜN-geführte Magistrat unter Führung von Oberbürgermeister Jochen Partsch einen Antrag auf Anerkennung der Mathildenhöhe als Welterbe. In den folgenden Jahren laufen die Sanierungen des Ausstellungsgebäudes und der Außenanlage. 2014 findet auf dem brachliegenden Gelände an der Ostseite der Mathildenhöhe im Rahmen des Darmstädter Architektursommers eine internationale Summer School für experimentelles Bauen statt. Die Fläche verwandelt sich in ein temporär angelegtes Festivalgelände. Anschließend entscheidet die Stadt, die entstandene Fläche mit den Projektgebäuden zu belassen und es entsteht der Verein OHA. Jahr um Jahr wird die Zwischennutzung dann wieder freigegeben und der Osthang verändert sich dabei, bleibt aber seinem Konzept als alternativer Kulturort für die Darmstädter*innen treu und ist jeden Sommer ein beliebter Anlaufpunkt.

2021 wird die Mathildenhöhe als herausragendes Beispiel visionärer Gestaltungskunst und Missing Link der modernen Architekturgeschickte zum UNESCO-Welterbe ernannt. Die Eröffnung des sanierten Ausstellungsgebäudes wird im September 2024 gefeiert.

 

Aktuelle Situation

Auf dem Gelände des OHA ist ein Besucherzentrum für die Welterbestätte geplant, nachdem zuvor Untersuchungen ausgeschlossen haben, dass eines der städtischen Gebäude auf der Mathildenhöhe in ein solches umgebaut werden kann. Der Neubau eines Besucherzentrums ist Teil des Bewerbungskonzeptes, um der Vermittlungsarbeit im Sinne der Welterbe-Kommission gerecht zu werden. Ein Neubau an dieser Stelle ist deshalb jetzt auch umzusetzen, sonst steht für die Stadt Darmstadt der gerade gewonnenen Welterbetitel auf dem Spiel. Das Vorhaben sorgt für Widerspruch der Engagierten des OHA und Bürger*innen. Früh setzt sich die GRÜNE Fraktion dafür ein, dass die Kulturinitiative OHA einen neuen Ort in Darmstadt findet.

Anfang Juni sind die GRÜNEN-Sprecherinnen Eva Bredow-Cordier (Fraktion) und Hildegard Förster-Heldmann (Kreisverband) auf Einladung des Asta im 221qm zu Gast und machen sich noch einmal dafür stark gemacht, dass die Stadt die Initiative dauerhaft unterstützt. Besonders wichtig ist uns dabei, dass auch künftig der künstlerische Austausch mit der Mathildenhöhe erhalten bleibt und der Verein bei städtischen Veranstaltungen miteinbezogen wird. Das konnte über die vergangenen Monate bereits realisiert werden und es gibt noch weitere Veranstaltungen, die für den Rest des Jahres geplant sind.

Ebenfalls im Juni 2025 gibt es eine breite Unterstützung, die dem Verein einen neuen Standort neben dem Kunstdepot im Westen Darmstadt langfristig zusichert. Auch die beliebte Main Hall zieht mit um und die Stadt übernimmt die Umzugskosten. Wir freuen uns sehr, dass die Stadtverordnetenversammlung den Weg frei gemacht hat, für einen Umzug und damit Erhalt der Kulturinitiative OHA.

Jetzt geht es uns darum, das aktuelle Zeitfenster zu nutzen und die Planungen des Infozentrums mit heutigem Blick nochmal kritisch anzuschauen und ggf. zu überarbeiten. Dabei geht es um die Größe des Kubus´ und die Frage, ob dieser wirklich dreigeschossig sein muss. Kritisch überprüft werden sollte das oberste Glasgeschoss, vor allem in Hinblick auf Hitzeentwicklung und Unterhaltungskosten. Wir fordern: Der Bau muss energieeffizient sein und die Planung muss auf die Erdüberhitzung optimiert werden.

 

Unsere Zukunftsvision

Der neue Standort des OHA im Westen der Stadt ermöglicht eine Verlängerung der „Kulturachse“ durch Darmstadt. Im Darmstädter Westen, gut erreichbar über den Hauptbahnhof, entsteht mit dem PaMo-Viertel und dem Verein OHA eine neue kulturelle Zone, die sich von den traditionsreicheren Häusern abhebt. Über dieses Gebiet kommend, können Touristen zukünftig die verschiedenen Instruktionen der Innenstadt wie die Kunsthalle, das Landes- und Schlossmuseum sowie das INTeF erkunden. Weiter Richtung Osten gelangen die Besuchenden dann zum Weltkulturerbe Mathildenhöhe. Als GRÜNE Stadtverordnetenfraktion setzen wir uns nun da die Situation um den Osthang geklärt ist, für einen zügigen Baubeginn des Besucherzentrums ein. Wir sind der Überzeugung, dass Darmstadt mit der West-Ost-Achse als Kulturstandort und Welterbestätte enorm gewinnt.

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