GRÜNE fordern Klima-Solar-Anlagen für Jung und Alt – auch am Klinikum Darmstadt

Die jüngste Hitzewelle zeigt erneut: Darmstadt braucht wirksamen Hitzeschutz. Neben mehr Bäumen, Entsiegelung und Grünflächen gehören dazu auch klimatisierte öffentliche Einrichtungen. Die Fraktionsvorsitzenden der Darmstädter Grünen, Eva Bredow-Cordier und Andreas Ewald, unterstützen deshalb die Forderung der Grünen Bundestagsfraktion nach einem Förderprogramm für sogenannte Klima-Solar-Anlagen.

„Wir brauchen wirksame Abkühlung in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen. Die Kombination aus einer Photovoltaikanlage auf dem Dach und einer Klimaanlage im Gebäude ist dafür besonders sinnvoll: Gerade wenn die Sonne am stärksten scheint und die Hitze am größten ist, liefern Solaranlagen den Strom für die Kühlung. Das schützt Menschen und senkt die Energiekosten“, sagt Andreas Ewald.

„Jetzt gilt es, gemeinsam anzupacken: Wir müssen kühle Räume zum Lernen, Arbeiten und Pflegen schaffen und hitzebedingte Todesfälle verhindern. Die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts zeigen deutlich, dass Hitzewellen Menschenleben kosten – insbesondere in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern. Deshalb braucht auch das Klinikum Darmstadt einen konsequenten Hitzeschutz“, betont Eva Bredow-Cordier.

Gleichzeitig dürfen die Krankenhäuser mit den notwendigen Investitionen nicht allein gelassen werden. Bund und Länder sind gemeinsam gefordert, ein Klimainvestitionsprogramm für Krankenhäuser aufzulegen und ausreichend zu finanzieren. Angesichts der dramatischen wirtschaftlichen Lage der Kliniken können die Häuser diese Investitionen nicht aus eigener Kraft stemmen. Rund 80 Prozent der Krankenhäuser bewerten ihre wirtschaftliche Lage inzwischen als unbefriedigend – sie stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand. Klimaschutz und Hitzeschutz dürfen deshalb nicht an fehlenden Investitionsmitteln scheitern, so das Fazit.