„Richtiges Signal – jetzt mit Wohnen verbinden und konkret umsetzen“
Die Darmstädter GRÜNEN begrüßen, dass die Idee eines Handwerkerhofs auf dem Messplatz aufgegriffen wird. Aus grüner Sicht ist es ein gutes Zeichen, wenn sinnvolle Konzepte für die Stadtentwicklung parteiübergreifend aufgegriffen werden – entscheidend ist nun die konsequente Umsetzung.
„Wir freuen uns, dass eine Idee aufgegriffen wird, die wir GRÜNE bereits im vergangenen Sommer eingebracht haben“, erklärt Parteisprecher Heiko Depner. „Das zeigt, dass der Vorschlag Substanz hat. Jetzt kommt es darauf an, daraus ein belastbares Projekt zu machen – nicht nur ein Wahlkampfthema.“
Die Idee eines Handwerkerhofs wurde 2024 nach Gesprächen mit der Handwerkskammer entwickelt und bei einem Runden Tisch zur Messplatz-Entwicklung mit Wirtschaft, Verwaltung und Politik intensiv diskutiert. Aus Sicht der Grünen trifft sie einen realen Bedarf.
„Ein Handwerkerhof, ergänzt um Flächen für Innungen und handwerksnahe Betriebe, ist fachlich sinnvoll und stadtentwicklungspolitisch richtig“, so Depner. „Gerade wegen der Seveso-Thematik ist klar: Der Messplatz braucht auch künftig einen gewerblichen Anteil. Die Handwerkerschaft sucht seit Jahren nach passenden Flächen – hier können wir konkret helfen.“
Für die GRÜNEN ist zugleich klar: Ein Handwerkerhof allein reicht nicht aus.
„Stadtentwicklung muss Bedarfe zusammen denken“, betont Fraktionsvorsitzende Eva Bredow-Cordier. „Wenn wir einen Handwerkerhof planen, dann gehört Azubi-Wohnen zwingend dazu. Auch dafür gibt es Platz und Flächen am und um den Meßplatz. Bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende fehlt massiv – das sagen die jungen Menschen selbst ebenso wie die Betriebe.“
Handwerk und Wohnen lassen sich auf dem Messplatz aus Sicht der Grünen gut kombinieren. Gleichzeitig bleibt das Areal eines der letzten größeren Entwicklungsgebiete für dringend benötigten Wohnungsbau in Darmstadt.
„Nach Ludwigshöhviertel, Klinikareal Eberstadt und Marienplatz ist der Messplatz eine der wenigen Flächen mit verlässlicher Perspektive“, so Bredow-Cordier. „Angesichts der angespannten Wohnungslage darf darauf nicht verzichtet werden. Der Schwerpunkt muss klar auf zusätzlichem Wohnraum liegen.“
Unsichere Perspektiven anderer Flächen – etwa der Starkenburg-Kaserne – verstärken diesen Handlungsdruck. Parallel fordern die Grünen, die nicht mehr militärisch genutzten Hallen am Dornheimer Weg weiter entschlossen für ein Straßenbahndepot zu sichern.
Auch den Bedarf an Gewerbeflächen behalten die Grünen im Blick und begleiten deshalb die Planungen für ein interkommunales Gewerbegebiet am Gehaborner Hof konstruktiv.
„Unser Ziel ist eine integrierte Wohnungs- und Wirtschaftspolitik, die sozialen Ausgleich und wirtschaftliche Stärke verbindet“, fasst Bredow-Cordier zusammen.