Vergangenen Montag (22.11.) hat sich Stadtverordnetenfraktion von Bündnis 90 /DIE GRÜNEN mit Vertreter*innen aus der Landwirtschaft sowie von BUND und Nabu in Arheilgen getroffen, um sich über die vorbereitenden Untersuchungen zur städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme im Darmstädter Norden auszutauschen.
Die Fraktionsvorsitzenden der Grünen Hildegard Förster-Heldmann und Andreas Ewald halten fest:
Die vorbereitenden Untersuchungen sind ergebnisoffen. Sie werden voraussichtlich bis Anfang 2025 andauern.
Konkret geht es darum, dass derzeit geprüft wird, ob und inwiefern sich Flächen im besagten Gebiet für die Ansiedlung von Gewerbe nutzen ließen, wobei derzeit prioritär das Gebiet Wixhausen-Ost wegen der geplanten Verlängerung der Straßenbahn in den Stadtteil untersucht wird. Die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme ergibt sich vor allem aus der Notwendigkeit, Wixhausen direkt und ohne Umstieg an die Innenstadt anzuschließen.
Bei den vorbereitenden Untersuchungen handelt sich um den längsten und fundiertesten Prüfauftrag, den es in diesen Zusammenhängen geben kann. Ziel ist nicht, wie oft kolportiert, 230 Hektar Land zu versigeln. Die Untersuchungsfläche sei deshalb so groß gewählt, um verlässliche Prüfungen anzustellen. Es ist nicht geplant alles davon zu entwickeln. Am Ende wird es ein kleiner Bruchteil dessen sein- wenn überhaupt.“ Gerichtet an die Vertreter*innen von BUND und Nabu, mahnen die Grünen davor sich gegenseitig die ökologische Grundüberzeugung abzusprechen: Stehen Natur-und artenschutzrechtliche Aspekte gegen die Umsetzung der städtebauliche Entwicklungsmaßnahme, wird die Untersuchung dies auch zutage fördern.
Darmstadt befindet sind nicht auf einem Wachstums-, sondern auf einem Balancekurs.
Tatsächlich sind die angestellten Erwägungen Teil einer großen Gesamtüberlegung: Derzeit stehen der Stadt nur noch geringe Flächen unbebaut zur Verfügung, die sich als Fläche für die Ansiedlung von Gewerbe nutzen ließen. Gleichzeitig wollen sich Unternehmen in Darmstadt ansiedeln. Gewerbesteuereinnahmen sichern Investitionen in die soziale und ökologische Infrastruktur sowie Klimaschutz.
Wie sehen den Wert der Landwirtschaft und ihre Verbundenheit mit der Region, so die Fraktionsvorsitzenden Hildegard Förster-Heldmann und Andres Ewald.
Es geht darum Wachstum zu gestalten und nicht zu forcieren. Dass solche Prüfungsprozesse Unsicherheiten und Ängste auslösen, ist nachvollziehbar. Den anwesenden Landwirten versichern Förster-Heldmann und Ewald, „Wir wollen für Ihre Betriebe die Existenz sichern.“
Am Ende des Abends sind die Teilnehmenden mit dem Verlauf des Gesprächs sehr zufrieden. Dass es sicherlich nicht das letzte sein wird, auch darin sind sich alle einig.