GRÜNE – Menschen in den Städten brauchen Verkehrssicherheit, Lärmreduzierung und bessere Luft.

„Wir haben berechnet, dass man für die circa 1,6 Kilometer lange Strecke zwischen Rheinstraße und Rhönring bei freier Fahrt mit einer Geschwindigkeit von 30 km/h statt 50 km/h 1,17 Minuten mehr Fahrtzeit benötigt.“ erklären Nicole Frölich und Yücel Akdeniz, Fraktionsvorsitzende der Darmstädter GRÜNEN. „Diese Minute sollte den Autofahrenden die Gesundheit der Anwohner*innen an der Kasinostraße wert sein. Der Mehrwert liegt, wie bei allen anderen Strecken, die mit Tempo 30 ausgewiesen sind, auf der Hand. Sicherheit – Lärmschutz – Luftverbesserung – Aufenthaltsqualität. Im Übrigen wird mit dieser Maßnahme eine Forderung aus dem Koalitionsvertrag der Grün-Schwarzen Koalition erfüllt.“

„Wir haben bereits in der Heinrichstraße festgestellt, dass Tempo 30 für die Menschen, die an einer Hauptstraße leben ein großes Plus an Gesundheitsschutz und Lebensqualität bedeutet. Darüber hinaus hat Tempo 30 weitere essentielle Auswirkungen. Bei gleichzeitiger Anpassung der Lichtsignalanlagen ist der Verkehr flüssiger als bei Tempo 50. Daraus folgt auch eine Reduzierung des Schadstoffausstoßes.“

„Verkehrsforscher kritisieren schon länger, dass in Deutschland die Interessen der Autofahrenden im Vergleich zu Radfahrenden und Zufußgehenden eine zu große Rolle spielen“, so Frölich und Akdeniz weiter. „Aus Sicherheitsaspekten fordern sie Tempo 30 überall innerorts, um Senior*innen zu schützen, die im Verkehr verletzlicher sind als jüngere Verkehrsteilnehmer*innen, sowie Kinder, die ebenfalls besonders gefährdet sind. Ein Auto hat bei Tempo 50 einen mehr als doppelt so langen Bremsweg wie bei Tempo 30. Bei der Einführung von Tempo 30 vermindern sich nachweislich sowohl die Anzahl schwerer Unfälle wie auch deren Folgen, d.h. es gibt weniger schwere Verletzungen.“

Auch die Tempo-30-Zonen in Wohngebieten wurden anfangs sehr häufig missachtet – inzwischen ist dies kein Problem mehr, weil sich im Laufe der Zeit ein gesellschaftlicher Konsens zu den Vorteilen von niedrigeren Geschwindigkeiten in Wohngebieten gebildet habe.

„Tempo 30 wirkt sich positiv auf die Lärm- und Schadstoffminderung, die Verkehrssicherheit und die Aufenthaltsqualität aus – ohne die Auto-Mobilität übermäßig einzuschränken“, fassen die Fraktionsvorsitzenden zusammen. „Wir stehen vor der großen Herausforderung die urbane Mobilität menschen- und klimagerecht zu erneuern.“

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