„Fluglärm grundsätzlich zu verringern und im Darmstädter Norden für so wenig Menschen wie möglich mit Fluglärm zu belasten, das ist unsere Devise. Mit der probeweisen Nordverschiebung sind wir diesem Ziel ein Stück näher gekommen, denn 10.000 bis 12.000 Menschen in Arheilgen und Kranichstein haben davon in den vergangenen zwei Monaten profitiert. Deshalb muss jetzt schnell geklärt werden, was die Ursachen für die möglicherweise sicherheitsrelevanten Probleme sind und wie diese gelöst werden können“, so die Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/DIE GRÜNEN und CDU, Nicole Frölich und Yücel Akdeniz (beide GRÜNE) sowie Roland Desch und Alexander Schleith (beide CDU).
Am vergangenen Freitag ist bekannt geworden, dass der seit November 2020 laufende Probebetrieb der verlagerten Routenführung von Amtix kurz durch die Deutsche Flugsicherung (DFS) mit sofortiger Wirkung ausgesetzt wird, da es zu unerwarteten Abweichungen von der Abflugroute im Bereich Messel gekommen sei. Diese würden bei einem Wiederanstieg des Flugverkehrs zukünftig zu Sicherheitsproblemen führen können.
Vor Beginn des Probebetriebs waren in einem einjährigen Konsultationsverfahren, bei dem auch die Bürgerinnen und Bürger umfassende Informationen über die Flugroutenverlegung erhielten, alle Varianten auf der Grundlage von Machbarkeit, Lärmberechnungen und Lärmwirkungsforschung von Expertinnen und Experten des Forums Flughafen und Region (FFR) geprüft worden.
„Die Umweltdezernentin Barbara Akdeniz und der Oberbürgermeister Jochen Partsch haben sich mit großem Engagement dafür eingesetzt, die ursprünglich priorisierte Route weg vom Nordrand Wixhausens in die Mitte des unbebauten Korridors zu verschieben. Eigene Auswertungen der Stadt zur Einhaltung dieser Flugroute zeigen, dass dies von den Flugzeugen nicht immer eingehalten wurde“, so die Vier. „Deshalb gibt uns die Neubewertung der Nordumfliegung auch die Chance, für Wixhausen eine lärmreduziertere Lösung einzufordern. Der Magistrat setzt sich auch weiterhin mit Nachdruck für eine sichere Minimal Noise Route ein, dabei hat er unsere volle Unterstützung.“
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