Initiative von Grünen und Volt führt zu umfassendem Hitzeschutzprogramm – Stadtverordnetenversammlung beschließt Antrag einstimmig
Darmstadts Schulen und Kitas sollen besser auf zunehmend heiße Sommer vorbereitet werden. Eine Initiative von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Volt für mehr Hitzeschutz wurde nach Beratungen mit weiteren Fraktionen zu einem gemeinsamen Antrag weiterentwickelt und von der Stadtverordnetenversammlung einstimmig beschlossen.
„Wir haben das Thema Hitzeschutz an Schulen und Kitas auf die politische Tagesordnung gesetzt und konkrete Maßnahmen vorgeschlagen. Entscheidend ist jetzt, dass wir schnell in die Umsetzung kommen. Kinder und Beschäftigte brauchen auch an heißen Tagen Räume, in denen Lernen, Spielen und Arbeiten gut möglich ist“, erklärt Ulrike Rüger, bildungspolitische Sprecherin der GRÜNEN Fraktion.
Der Beschluss verbindet kurzfristige Verbesserungen mit einer langfristigen Strategie: Besonders von Hitze betroffene Einrichtungen sollen identifiziert und möglichst bereits bis zum Sommer 2027 mit zusätzlichen Maßnahmen wie Verschattung, Sonnenschutz und passiver Kühlung ausgestattet werden. Wo diese Maßnahmen nicht ausreichen, soll auch aktive Kühlung geprüft werden.
Gleichzeitig soll Hitzeschutz bei Sanierungen und Neubauten verbindlich mitgedacht werden. Dabei setzen die GRÜNEN auf energieeffiziente Lösungen, die Heizen und Kühlen miteinander verbinden, beispielsweise durch Wärmepumpen. Auch Entsiegelung, Begrünung und mehr Schatten auf Schul- und Kitageländen gehören dazu.
„Hitzeschutz ist konkrete Klimaanpassung. Die heißen Sommer zeigen uns, dass wir unsere soziale Infrastruktur an die Folgen der Klimakrise anpassen müssen. Dabei geht es nicht nur um technische Kühlung, sondern auch um mehr Grün, Schatten und klimaangepasste Gebäude“, sagt Zoé Zimmermann, umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN Fraktion.
Ein besonderes Augenmerk gilt dem Ganztagsbetrieb. Gerade am Nachmittag erreichen Gebäude häufig ihre höchsten Temperaturen. Deshalb braucht es auch dann verlässlich nutzbare, kühlere Räume. Zugleich sollen Schulen und Kitas mit dieser Aufgabe nicht allein gelassen werden: Die Stadt soll Maßnahmen und Zuständigkeiten stärker zentral koordinieren.
Der Sommer 2026 hat den Handlungsbedarf erneut deutlich gemacht. In Klassen- und Kitaräumen wurden Temperaturen von über 30 Grad, teilweise sogar 35 Grad und mehr erreicht. Solche Bedingungen belasten Kinder und Beschäftigte und erschweren Konzentration, Lernen und Betreuung.
Ulrike Rüger und Zoé Zimmermann erklären gemeinsam:
„Wir freuen uns, dass aus unserer Initiative ein gemeinsamer Beschluss geworden ist. Genauso wollen wir Kommunalpolitik gestalten: Themen voranbringen, konkrete Lösungen entwickeln und Mehrheiten dafür gewinnen. Beim Hitzeschutz gibt es jetzt einen klaren Auftrag – und den wollen wir zügig umgesetzt sehen.“