Bürgerinnen und Bürger brauchen Verlässlichkeit beim Heizen – Grüne stehen zur Darmstädter Wärmeplanung – für Klimaschutzund soziale Verantwortung

Die von SPD und CDU/CSU angekündigten Änderungen am Gebäudeenergiegesetz schaffen neue Unsicherheit – für Bürgerinnen und Bürger in Darmstadt, für Unternehmen und für die Planungen von Stadt und Energieversorger. „Statt die Wärmewende verlässlich und pragmatisch umzusetzen, droht Orientierungslosigkeit.  Das gefährdet Investitionen, verzögert Innovationen und untergräbt die eben erst für Darmstadt beschlossene kommunale Wärmeplanung.“, so Heike Böhler, klimapolitische Sprecherin der Darmstädter GRÜNEN.

Die Pläne der Bundesregierung für eine sogenannte „Grüngasquote“ gaukeln die trügerische Hoffnung vor, dass irgendwann bezahlbares „grünes Gas“ zur Verfügung stünde. „Was nun aus Berlin kommt, ist unsozial. Wer jetzt wieder auf Gasheizungen setzt, lockt Bürgerinnen und Bürger in eine Kostenfalle. Vor allem Mieter*innen, die keinen Einfluss auf die Wahl der Heizung haben, werden dann mit hohen „Grüngas“-Preisen alleingelassen. So geht die Schere zwischen Arm und Reich weiter auf – und das auch noch klimaschädlich“, so Eva Bredow-Cordier, Spitzenkandidatin der Darmstädter Grünen.

Auch wirtschaftspolitisch sei die Entscheidung ein Irrweg. Anstatt das rare Gut Wasserstoff für Prozesse in der Industrie bereit zu halten, werden durch die „Grüngasquote“ die Preise für alle in die Höhe getrieben und Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet.

Viele Darmstädter Unternehmen und Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer sind längst auf dem Weg zu effizienter, klimafreundlicher Wärme – mit Wärmepumpen, Fernwärmeanschlüssen und energetischen Sanierungen. Städtische Informationsveranstaltungen zu Heizungstausch und Gebäudesanierung erreichen Menschen in allen Darmstädter Stadtteilen. Gleichzeitig plant die entega den Ausbau der Fernwärme in weiteren Quartieren. Darmstadt ist damit auf einem guten Weg und bietet Lösungen ganz ohne unrealistische „Grüngas“-Träumerei.

„Wir wollen den Menschen Sicherheit geben – durch verlässliche Rahmenbedingungen und eine ehrliche Kommunikation darüber, was wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist. Ständige Kurswechsel helfen niemandem“, betont Eva Bredow-Cordier und sagt weiter: „Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat mit großer, parteiübergreifender Mehrheit eine kommunale Wärmeplanung beschlossen, die auf Elektrifizierung, Effizienzsteigerung und den Ausbau der Fernwärme setzt. Sie sorgt für Investitionen vor Ort, stärkt regionale Wertschöpfung und schafft zukunftsfähige Arbeitsplätze. An diesem Weg werden wir weiterhin festhalten. Wir stehen in enger Kooperation an der Seite der Entega und vertrauen darauf, dass unser kommunaler Energieversorger der Bürgerschaft überzeugende Angebote für Fernwärme und Wärmepumpenlösungen machen wird – trotz des aktuellen Störfeuers aus Berlin“.

Für die Grünen Darmstadt ist klar: Die Zukunft des Heizens muss effizient, bezahlbar und klimafreundlich sein. Ein Ausstieg aus fossilen Energieträgern bedeutet Versorgungssicherheit. Bei der Kommunalwahl am 15. März geht es darum, ob Darmstadt seinen Weg einer sozial gerechten Wärmewende weitergeht. Die Grünen Darmstadt stehen für eine Politik, die Klimaschutz, Wirtschaftskraft und soziale Verantwortung zusammen denkt – statt kurzfristigen parteipolitischen Manövern auf Bundesebene.

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